Schilderwahn Deutschland
An jeder Straßenecke sieht man sie, hoch gestapelt, weiß, rot, gelb und blau. Mal rund, mal eckig, mit Pfeilen, mal ohne. Wer soll sich in dieser Schilderwüste zurechtfinden? Damit während der Grillsaison 2011 jeder seine Grillung ungestört geniessen kann und keine Bußgelder drohen, hat Wurstblog.de die langersehnte Grillverordnung veröffentlicht! Besten Dank dafür und allen viel Spaß mit der Wurst und guten Appetit!

Grillverordnung

Der Vollständigkeit halber hier noch die 10 Grillgebote

1. Der genuine Grillaner ist kein Warmduscher, er steht auch im Winter am Gerät und bäckt Mailänderli.
2. Auf dem Grill kann man alles machen, sogar Meringues oder Glace. Allerdings werden solche Experimente die ersten paar Male misslingen.
3. Wer gemütliches Grillieren bevorzugt, postet einen Holzkohlegrill. Wer empfindliche Nachbarn hat, ist mit einem Gasgrill besser bedient. Jene, die sich einen grossen Barbecue-Smoker leisten wollen, brauchen neben viel Holzkohle auch eine Menge Kohle (Pardon: Geld).
4. Routine ist alles. Richtig gut wird nur, wer gern und häufig grilliert.
5. Zur Fachsimpelei gehört der richtige Jargon – also zum Beispiel Sprüche wie «Dänn würd i öppe mit 180 fahre» (gemeint sind Celsius-Grade) oder «Am Schluss ziesch en scharf abe» (gemeint ist das rasche Reduzieren der Hitze).
6. Es ist schwieriger, eine Wurst perfekt «lind» zu brutzeln, als das Chateaubriand zart rosa hinzukriegen. Also kein falscher Respekt vor teurem Fleisch!
7. Essenziell ist, dass man lernt, welche Speisen besser mit direkter und welche von Vorteil mit indirekter Hitze grilliert werden. Infos dazu findet man in der «Grillbibel» oder im Internet.
8. Für Gäste wird das Grillfest erst dann groovy, wenn man sie miteinbezieht – wenn sie also rüsten, das Fleisch wenden oder den Wein entkorken dürfen.
9. Es gibt tatsächlich Würste und Würste. Konkret: Gewisse Menschen sind derart untalentiert, dass sie einen Grill am besten nur aus der Ferne betrachten. Wer zum Beispiel den Gasgrill bei geschlossenem Deckel anzündet (und sich dabei im glücklichsten Fall «nur» die Beine epiliert), gehört definitiv zur dieser Spezies.
10. Das beste Grill-Equipment ist nutzlos, wenn die Qualität des Fleisches nicht stimmt. Wer gern grilliert, braucht einen Metzger des Vertrauens.

Quelle: Thuner Tagblatt
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