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Vorgestellt: Zo Foß durch Kölle jonn

„Zo Foß durch Kölle jonn“, diesen Wanderführer möchte ich schon lange vorstellen – ist Wandern doch gerade so trendy ;). So scheint es mir jedenfalls … Diese Lektüre ist nicht nur was für echte Kölner, sondern auch für Besucher der Domstadt interessant, die gerne zu Fuß unterwegs sind und Lust haben, die Stadt auf eine andere Art zu erkunden.

Helmut Frangenberg zeigt in seinem Stadtführer insgesamt 14 Routen auf. Die Kürzeste startet mit 6,5 km und die Längste erstreckt sich über 17 km. Neben hilfreichen Erläuterungen zu vielen kleinen Highlights geht Frangenberg in gesonderten Exkursen auf einige historische Sehenswürdigkeiten tiefer ein. Hierüber stoßen sicher nicht nur Kölner Neulinge (Ja, auch ich bin erst sieben Jahre hier …), sondern auch Alteingesessene noch etwas bisher Unbekanntes.

Weihnachten 2015 habe ich diesen Wanderführer geschenkt bekommen. War ich zu der Zeit bereits etwas schwanger und mir zudem draußen zu kalt, verging noch ein knappes halbes Jahr, bis ich die erste Tour in Angriff genommen habe. Mit rund 9 Kilo Kleingepäck vor der Brust entschied ich mich für die Tour 8, veranschlagt mit 8 km. Das sollte für einen ersten Start reichen.

Tour 8: Eine Reise durch die Kölner Industriegeschichte – Von Deutz nach Stammheim 

Instagram: #zofoßtour8

Von Radtouren und durch den Besuch diverser Veranstaltungen waren mir ein paar Highlights der schäl Sick bereits vertraut. So zum Beispiel die ehemalige KHD-Halle am Auenweg, der Vertikale Parkplatz an der Messe, das KunstWerk und das Objekt Kunst am Bau. Dennoch traf ich während meiner Tour auf einige neue Sehenswürdigkeiten. Besonders begeistert hat mich die StreetArt, die Industriebrachen und die ruhige Route entlang des Rheins. Bestandteil der Tour war natürlich auch ein Abstecher in Kölns „Klein-Istanbul“.

Das türkische Veedel rund um die Keupstraße in Köln Mülheim steckt voller Migrationsgeschichte. Über etliche Jahrzehnte wurden hier ausländische Arbeitskräfte ansässig. Inzwischen haben viele der Nachfahren hier ihr eigenes Business aufgebaut. So findet man neben türkischen Hochzeitsausstatter, Juwelieren und Boutiquen natürlich auch unzählige Bäckereien und Imbisse. Mal ganz abgesehen von den geilen Gerüchen knurrte mein Magen nach rund 6 km Fußmarsch jetzt auch recht ordentlich. Meine Wahl: Lahmacun im Harran Doy Doy. Lecker! Danach war ich allerdings platt. Erschöpft von der Tour und die Mahlzeit tat ihr übriges.

Mit der Straßenbahn, Haltestelle Keupstraße, ging es dann auch direkt ab nach Hause. Den restlichen Kilometer werde ich dennoch nachholen, sei es zu Fuß oder mit dem Bike. Denn hier warten noch zwei mir bis heute unbekannte Spots auf mich!

Wer auf Kölner Entdeckertour gehen möchte, dem sei dieses Buch wirklich ans Herz gelegt. Mal ganz abgesehen von den vielen netten Begegnungen, entdeckt man zu Fuß immer noch mehr als mit dem Fahrrad. Mir als Wahlkölnerin hat es echt Spaß bereitet, die Stadt näher zu erkunden. Für diesen Herbst steht eine weitere Tour auf dem Plan – eine hoffentlich vergleichbar abwechslungsreiche Route, die ich definitiv wieder auf Instagram und vielleicht auch hier dokumentieren werde.

Quer durch die kölschen Veedel – ein Wanderführer durch den Großstadtdschungel. Das Buch beschreibt 14 Touren durch die Stadt und ihre Veedel: Vom Kölnberg zum Hahnwald, von Vingst nach Zündorf, von Ehrenfeld nach Riehl. Vorbei an Hochhäusern und Villen, durch pulsierende Szene-Viertel und ruhige ländliche Stadtteile, durch Parallelwelten und Industriebrachen, unter Autobahnunterführungen und Hochbahnen, über Schlachtfelder, Trümmerberge und Grünstreifen, zu den Zeugnissen der Vergangenheit und den Orten, wo die Zukunft bereits begonnen hat.
Published by: KiWi
Date Published: 04/02/2015
ISBN: 978-3-462-03845-3
Available in: Paperback

Netzfundstück #3: Malerei und anderer Kinderkram

Heute dreht sich alles um Kinderkram. Mögen die Nicht-Eltern, -Tanten, -Omis und -Opis bitte zu einem späteren Zeitpunkt erneut hier vorbeischauen ;). Danke.

Make it real: Aus Kinderzeichnungen werden 3D-Objekte

Kinderzeichnungen sind einfach großartig oder? Herrlich ungezwungen, frei von strenger Genauigkeit und dennoch sehr treffend in relevanten Punkten und voller Fantasie. Vor ein paar Jahren habe ich von der tollen Idee erfahren, aus Kinderzeichnungen Stofftiere zu schneidern. Heute las ich von einer Aktion, die von made.com ins Leben gerufen wurde: Kinder wurden gebeten ihre Traumhäuser der Zukunft in einem Bild festzuhalten und anschließend wandelte ein Grafiker diese in 3D-Modelle und hauchte den Zeichnungen somit ein unendliches digitales Leben ein. Herausgekommen sind diese tollen Häuser und zudem eine sehr gute Inspirationsquelle für Trickfilme und Kinderbücher. Weitere Motive zeigt made.com.

Suchst du eine Möglichkeit Kinderzeichnungen zu verewigen? Dann schau dich mal bei Non-Toy-Gifts um. Die Bloggerin Stef veröffentlicht Mal- und Bastelanleitungen sowie DIY-Geschenkideen für Kinder.

IKEA Cardboard Space-Ship

Das Möbelhaus IKEA sorgt mit ausgefallenen Kampagnen immer wieder aufs Neue für Überraschung. Im Detail mag ich diese jetzt nicht aufführen. Wer sich hierfür interessiert kann campaignlive oder adweek durchforsten.

Wie etliche Unternehmen hat sich auch IKEA das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben und zuletzt mit Studenten der Miami Ad School diese Kampagne entwickelt: Anstatt die Möbelverpackung direkt wegzuwerfen dient sie Kindern als kleines Bastelprojekt. So haben die Studenten die Innenseite der Verpackung mit einer Anleitung und einem Bastelbogen versehen, womit Kinder ihr eigenes Raumschiff basteln können: das SPÄCE SHIP im NASA-Look.

IKEA Space Ship
Advertising School: Miami Add School, New York, USA Art Director / Copywriter: Hortense Fournier

Netzfundstück #2: Jersey-Gadget und Papierkunst

Just the tube of us!

Wie ich bereits im letzten Netzfundstück berichtet habe, wurde erst vor wenigen Tagen via Kickstarter die Produktion des Tinder Finger gesichert. Der flinke Finger würde zukünftig das anstrengende Swipen in der App für dich übernehmen. Doch dieser Finger ist mit dem Launch des Experience Tube völlig obsolet. The Experience Tube verbindet über zwei Löcher zwei Personen miteinander und diese können innerhalb eines Schlauches direkt miteinander kommunizieren und sich zeitgleich Realtime-Videos zuspielen! Der absolute Hammer ist jedoch, dass dieses Gadget völlig ohne Strom, Werbung und Abonnement auskommt. Der Schlauch ist aus sehr weichem, elastischem Jersey gefertigt und daher sehr anschmiegsam und angenehm zu tragen. Wird der Tube gerade nicht gebraucht, kannst du ihn als Schal oder Kopfbedeckung verwenden und hast dein Experience Tube so auch jederzeit griffbereit bei dir.

Zu beziehen über www.experiencetube.com. Wer keine Lust auf lange Lieferzeiten aus den USA hat, kann sich auch gerne mit mir in Verbindung setzen. Für rund 25 Dollar nähe ich dir gerne einen Tube aus dem Material deiner Wahl. ;)

Made of Paper

Diese aufwendigen Kopfbedeckungen wurden von der russischen Künstlerin Asya Kozina komplett aus Papier gefertigt. In den hoch aufragenden Papierkompositionen verbindet Kozina Stilelemente des Barock und Rokoko mit modernen Objekten. Weitere Werke u. a. auf behance.

Murble run

Und zu guter Letzt noch eine kleine, hübsch illustrierte – und wie ich finde sehr beruhigende Spielerei. :)

 

Netzfundstück #1: Von flinken Fingern, Bärten und Bäumen

So, das Werk ist vollbracht. Mein Blog hat einen neuen Look und zum „Neubeginn“ möchte ich direkt mit einer kleinen Serie starten: meine Fundgrube diverser Netzfundstücke. Einen zeitlichen Tonus der Serie möchte ich mir selbst nicht ans Bein binden. Das wäre sehr gewagt. Also schau einfach regelmäßig unregelmäßig vorbei oder abonniere die neue Kategorie via RSS.


ALDI auf den Bart gekommen

Hosen mit Hochwasser. Männer mit Vollbärten, bestenfalls auch Zöpfken und an etlichen Ecken öffnen Barber Shops. Alles stilgerecht für den modernen Herren. Let´s do the Hipster-Style! Das dachte sich nun auch die Kreativschmiede (Oliver Voss, Hamburg), die für ALDI tätig ist. In der aktuellen Kampagne für Pflegeprodukte verpasst diese glatt rasierten Modells fein säuberlich gestutzte Schaumbärte. Wem´s gefällt …

via adeevee

The Look 2017: Baum trägt Jeans

Sehr modisch hält es im diesjährigen Herbst auch Mutter Natur. So wünscht es sich zumindest der New Yorker Künstler Peter Coffin, der Laubbäumen Jeanshosen angezogen hat. Mit dieser Kunstaktion kritisiert Coffin unsere Eigenart, menschliche Eigenschaften auf nichtmenschliche Objekte und Wesen zu projizieren.

via booooooom

Flinker Finger

Endlich die Hände frei. Endlich Zeit für andere Dinge, denn hier ist er: der Tinda Finger! Das Gadget, das speziell für Tinder entwickelt wurde und zukünftig für dich das Swipen übernimmt! Der Flinke Finger wurde über Crowdfunding (Kickstarter) finanziert und geht jetzt in Produktion. Die ersten Auslieferungen sollen bereits im Dezember erfolgen. Welch einin Fest für die Tinder-Community!

Und hier das Modell der Marke Eigenbau des Künstlers Marcello Gómez Maureira.

Machine Swiping Right GIF - Find & Share on GIPHY

Bottled Life: Irgendwas mit Wasser…

Nach Taste the waste und Super Size Me kommt nun auch Nestlé mit einer  über unser aller Lebenselexier in die Kinos. Bottled Life ist am 12.09.2013 offiziell gestartet.

Nestlé ist in aller Munde: in Europa, in Indien und auch in Afrika.  Denn insbesondere hier – weil günstig – bohren Nahrungsmittelkonzerne gerne in die Tiefe, um das kostbare Gut abzuschöpfen, es in Plastikflaschen zu verpacken und der Bevölkerung z. B. als Nestlé Pure Life wieder teuer zu verkaufen.

Artikelfoto: Oxfam International

 

Ja, ja… dieses bloggen

Zugegeben: Die regelmäßige Bloggerin bin ich niemals nie gewesen, aber das Zeugs hier ist echt alt. :)
Nun denn. Man bzw. Frau ist zwischenzeitlich Mutti geworden und da gibbet ganz einfach andere Prioritäten: Schlafausgleich, Freunde, Arbeit, Partnerschaft – um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen. Ihr kennt das ;).

Wie dem auch sein mag … Die Zeit ist reif für ein wenig Abwechslung und ich habe mächtig Lust wieder meinen Hobbys nachzukommen, zu denen letztendlich auch das Bloggen gehört. Nun sitze ich wieder vor der Kiste, Kind schläft und ich freue mich, endlich wieder ein paar Zeilen schreiben zu können. Mit diesem Eintrag ist zumindest der erste Schritt getan. Jedoch werde ich mich in den kommenden Tagen vornehmlich um ein neues Blog-Make Up kümmern, denn – ich weiß nicht, wie es euch geht – meine Augen brauchen mal wieder einen neuen Look.

Also dann, man liest! Und über Feedback – soweit es euch ähnlich oder gar nicht ähnlich erging, würde ich mich freuen!

Shitstorm als Mittel zum Zweck?

Nahezu jeder ist im Social Web aktiv. Man unterhält sich über Alltägliches, diskutiert über Politik und Gesellschaft, über Unternehmen und Marken. Weder konnten zuvor Unternehmen über so kurze Wege eine persönliche Beziehung zu ihren Kunden aufbauen und pflegen, noch konnten Kunden so einfach Teil einer Gemeinschaft rund um ihre „Love Brand” werden. Doch wie sollten Sie als Unternehmen mit negativem Feedback umgehen? Darf bei böswilliger Kritik und Beleidigung zurückgepöbelt werden?

Barcamp Bonn 2015: Rundum rund.

Seit vergangenen Samstag hat Deutschland eine weitere Unkonferenz: das Barcamp Bonn. Über 160 Teilnehmer konnten die Organisatoren Karin Krubeck, Johannes Mirus und Sascha Foerster am 28. Februar 2015 in das Forum für Internationale Wissenschaft locken. Insgesamt bot der Zeitplan Platz für rund 30 Sessions, der von den Teilnehmern innerhalb kürzester Zeit komplett befüllt wurde.  So bot das Tagesprogramm einen bunten Strauß an Vorträgen und Diskussionsrunden zu unterschiedlichen Themen. Meine Auswahl:  Hashtology, Impro, Witzig in 140 Zeichen, 4 Phasen einer Content-Strategie, Schumpeter und Zusammenarbeit. Auf zwei Vorträge möchte ich in den folgenden Zeilen etwas genauer eingehen.

Hashtagology – Fail & Success!

Im März 2013 konnte ich erstmalig dem sehr unterhaltsamen Vortrag von Corina und Alex folgen. Bereits beim TweetCamp haben die Beiden in der Session „Hashtagoloy –…oder: das Rautenwort als Garant für PR-Erfolge und -Katastrophen.“ den Teilnehmern sehr gute Praxisbeispiele für den sinnvollen und unsinnigen Einsatz von Hashtags gezeigt. Für das Barcamp Bonn wurden die Slides noch einmal komplett überarbeitet und um aktuelle Kampagnen bekannter Marken und Unternehmen ergänzt. Mein persönliches Highlight aus der Rubrik #FAIL ist die Kampagne der Berliner Verkehrsbetriebe, weil’s einfach so schön offensichtlich ist, dass exakt jenes passierte, was passierte:

Im Januar 2015  startete die BVG die Kampagne „#WeilWirDichLieben“ und lud hierbei alle Freunde des Unternehmens dazu ein, ihre schönsten BVG- Momente mit dem Hashtag #WeilWirDichLieben zu posten. Da sich unter den Kunden nicht nur Freunde, sondern auch viele enttäuschte Bürger des ÖPNV finden, ließ die Beschwerdewelle nicht lange auf sich warten.

Besonders viel Freude an der Aktion hat Busfahrer André. :) Eine ähnlich „glückliche“ Aktion gelang im Januar 2012 auch McDonald’s mit den #McDstories. Liegt die Kampagne bereits mehr als zwei Jahre, nutzen Freund‘ und Feind‘ der Fastfood-Kette nach wie vor gerne das Hashtag, um ihre Meinung zum Service, der Unternehmenskultur und Angebot der Netzwelt mitzuteilen.    Abgerundet wurde der Vortrag mit vielen hilfreichen Tipps und Überlegungen, die bei der Auswahl eines geeigneten Hashtags zu berücksichtigen sind. Diese Tipps und weitere Cases finden sich in dieser Slideshow (Stand: Tweetcamp 2013). Reinklicken lohnt sich! http://www.slideshare.net/OReillyVerlag/hashtagology-1

Improvisation ist alles

Hach, was habe ich auch diese Session genossen, liegt meine Zeit in der Studio-Bühne Essen nun doch schon gute fünf Jahre zurück. Dörte Schröder und Eva-Maria Esch, beide begeisterte Mitglieder des les-bon(n)mots-Ensembles (Impro-Theater, Bonn), durchspielten mit einer kleinen Gruppe ein paar Übungen und Techniken aus der Praxis des Impro-Theaters: Nach wenigen Lockerungs- und Aufwärmübungen ging es körperlich und verbal bereits ans Eingemachte und wir konnten unser Impro-Talent sowohl in der Rolle als Erfinder als auch als Marionette unter Beweis stellen. Zu guter Letzt saßen wir alle im Kreis einer Selbsthilfegruppe, bei der die Teilnehmer in die Rolle des Betroffenen schlüpften, um während der Gesprächsrunde Sinn und Zweck der Selbsthilfegruppe herauszufinden. Denn das „alltäglichen Problemchen“, der Haarausfall, war lediglich Moderator und Publikum bekannt. Schnell spielte sich die Rollenverteilung in der Selbsthilfegruppe von selbst ein, eben improvisiert. So saß neben dem „hoffnungslosen Fall“ ganz typisch jener Betroffene, der von seiner Frau hin geschickt wurde und natürlich der Überzeugung ist, an überhaupt keinem Problem zu leiden. By the way handelt es sich um den Teilnehmer links im komplett schwarzen Outfit. #ironie :)

Insgesamt blicke ich auf ein sehr schönes Barcamp zurück und freue mich, sowohl alte Bekannte als auch unheimlich viele neue Gesichter getroffen zu haben. Kritikpunkte fallen mir ehrlich gesagt keine ein, auch wenn das Foyer zwischenzeitlich mal etwas voller wurde. Mir wurscht. Draußen lockte die Sonne mit einer ordentlichen Portion Licht und der Cafè-Roller reichte uns zusätzlich noch ein feines HeißgetränkRundum bestens versorgt!

Liebe Karin, Johannes, Sascher, Camper & Co., lasst uns das Ding 2016 wiederholen. Ich wäre gerne wieder dabei.

Das Barcamp Bonn im Netz
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Fotos, Slides und Blogartikel

Für 2015 sind noch einige Bar- und Themencamps geplant, u. a. in Essen, Hamburg, Stuttgart und Berlin. Einen vollständigen Überblick aller Unkonferenzen findest du z. B. in dem Barcamp-Kalender von Jan Theofel.

Servicepost: Google like a Pro

Da Google stets bemüht ist, dem Nutzer das Denken nahezu abzunehmen, ist es ein Leichtes passende Artikel, Produkt- oder Preisinformationen zu finden. Manchmal sucht man sich jedoch sprichwörtlich nen Wolf und klickt stundenlang durch zig der Tausend Suchergebnisse. Ich erinnere mich an einen sehr guten Artikel über Schadstoffe in Lebensmitteln, aber nicht mehr daran, wo ich ihn gelesen habe. Dann war da noch ein Artikel auf heise.de zum Thema Facebook API. Die Suchfunktion der Seite liefert mir etliche Artikel, nur nicht jenen, den ich suche. Wenn die Synapsen gerade nicht so richtig wollen, wird es manchmal echt schwierig. Auch mit letmegooglethatforyou kommt man nicht weiter.

Nun haben sich ein paar Köpfe von WhoIsHostingThis die Mühe gemacht und ein paar hilfreiche Suchoperatoren in einer Infografik zusammengetragen, die in einer solchen Situation Abhilfe schaffen und das bestmögliche Ergebnisse aus Google herausholen. Mir sind darüber hinaus noch weitere Suchoperatoren eingefallen, die ich weiter unten ergänzt habe.

Google Like a Pro - Via Who Is Hosting This: The Blog

Weitere Google Suchoperatoren

allinanchor
Zeigt nur die Ergebnisse na, in deren Linktexte die gesuchten Begriffe vorkommen.

cache
Zeigt die letzte Version der Webseite an, die Google seit dem letzten Crawling zwischengespeichert hat.

info
zeigt weitere Informationen zu der Seite sowie ähnliche Seiten und Seiten, die auf diese Webseite verweisen.
Beispiel: link:google.de

insubject
sucht gezielt nur in den Überschriften der Artikel.
Beispiel: insubject:“Zuckerberg dementiert“

intext
sucht nach Inhalten von Webseiten im Fließtext.
Beispiel: intext:“streetart in köln“

link
zeigt alle Seiten an, die zu der gesuchten Adresse verlinken.
Beispiel: link:http://www.spiegel.de/thema/google/

Und zum Schluss noch ein paar praktische Google Cards

set timer
Über das Google Suchfeld lässt sich mit set timer eine Countdown im Browser setzen.
Screenshot Google Timer

set reminder
Mit set reminder kann über das Google Now-Hauptfenster sowie im Chrome-Browser direkt eine Erinnerung mit örtlichem oder zeitlichem Bezug gesetzt werden.
Screenshot der Settings im Browser

Gibt es irgendetwas Neues auf der Welt zu berichten, so weiß Google recht bald davon. Sehr nützlich kann daher auch die Integration von Warnhinweisen im Suchergebnis sein. Besteht aktuell eine Unwetterwarnung liefert Google, z. B. bei der Eingabe des Begriffs „Earthquake“ oder „Tornado“, direkt einen Link zu dem betroffenen Gebiet aus.
Screenshot Suchergebnis Earthquake

Falls noch ein paar hilfreiche Suchoperatoren fehlen, immer her damit!

Titelfoto: flickr david_a_l